Das Keltendorf / Freilichtmuseum

Unser Archäologisches Freilichtmuseum am Keltenberg – von vielen auch als „Keltendorf“ bezeichnet – ist derzeit und während der Wintermonate geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis!

Es besteht aus folgenden 9 Rekonstruktionen:

Das Adeligenhaus

Das ist die entwickelste Hausform der keltischen Zeit. Es steht auf Schwellbalken und Steinfundamenten. Die Bauhölzer wurden mit Dechsel oder hobelartigen Werkzeugen zugerichtet. Dies ist ein typischer Ständerbau, die Ständer sind mit Zapfen in Schlitzen und Nuten eingelassen und durch Streben gesichert. Die Wände sind Riegelwände. Die Tür ist mit Holzschanieren, zwei Achselbolzen und Gratleisten gesichert. Das Haus hat 2 verschiedene Räume. Der hintere Raum, wo das Stammesoberhaupt schlief, ist mit einem Holzfußboden und einem Bett mit Hirschlederdecke ausgestattet.

Das Handwerkerhaus

Der Handwerker hat in solch einem Haus gewohnt, gegessen, geschlafen und gearbeitet. Viele dieser Häuser hatten kleine Keller. Im Haus ist ein original keltisches Pfostenloch zu sehen, das genau an dieser Stelle gefunden wurde.

Der Speicher

Der Speicher besteht aus massiven vierkantig ausgefertigten Schwellbalken, die dem Bau von unten große Stabilität geben. Die Wände bestehen aus relativ dünnen Blockhölzern. Der Bau ist eine Kombination aus Schwellen-Ständerbautenstil und Blockbau. Das Saatgut wurde im Boden gelagert. Das Getreide, das gegessen wurde, lagerte man in Truhen.

Wohngebäude

Der vordere Teil des Gebäudes wurde im Ständerbau, der hintere im Blockbau aufgebaut. Diese Bautechniken wurden früher oft gemischt. Innen wurde es so eingerichtet, dass man mit Kindern darin schlafen und sich aufhalten konnte.

Stallgebäude

Die Wände bestehen aus geflochtenem Material. Um stehende Rund– oder Spalthölzer wurden dünne Äste gewunden. Von beiden Seiten wurde dies mit Lehm, Sand und Häcksel verschmiert und geglättet.

Keramikbrennofen

Typisch für die Keramikbrennerei ist diese Art von Ofen, mit eigenen Brenn– und Setzräumen. Die Keramik wird von oben eingebracht. Mit dieser Art von Öfen schafft man eine Temperatur von 1100°. Je mehr Keramik im Ofen ist, desto besser funktioniert der Brennvorgang.

Brotbackofen

Ein typischer Backofen dieser Zeit. Beim Feuer machen wird hinten das Luftloch geöffnet. Wenn die Temperatur erreicht ist, kommt die Glut heraus. Die Platte wird mit einem feuchten Tuch geputzt und das Brot eingeschoben. Die vordere Öffnung wird mit einer Holzplatte abgedeckt.

Haus der archäologischen Funde

In diesem Gebäude wurde im Jahr 2018 mit Hilfe von klimatisierten Ausstellungscontainern ein Archäologieschauraum geschaffen, in dem der interessierte Besucher Originalfunde aus der Kupferzeit (3000 v. Chr.), aus der Bronzezeit (2000 v. Chr.) und natürlich aus der Zeit der Kelten (500 – 50 v. Chr.) betrachten kann. Die digitalen Daten der wissenschaftlichen Forschungen werden hier unter Einsatz modernster virtueller und augmentierter Realität präsentiert und vermitteln dem Besucher einen Überblick über die Geschichte der frühen Stadt der Kelten.

Haus der Neuen Kelten

Das zweite Gebäude wurde speziell an die Bedürfnisse der praktischen Kulturvermittlung und der gelebten Keltendarstellung durch Reenactment-Gruppen angepasst, kann aber auch für Familienfeste, Firmenfeiern, Kinder- und Jugendveranstaltungen, Schullandwochen usw. genutzt werden. Die Inneneinrichtung mit großer Feuerstelle, Tischen, Bänken und Stellagen aber auch mit Gefäßen aus Keramik und Holz sowie mit nachgebildeten keltischen Gerätschaften ermöglicht eine vielfältige Nutzung als multifunktionaler Zweckbau für ganzjährige Veranstaltungen aller Art.

Die Gemeinde Schwarzenbach hat mit dieser Freilichtanlage ein Ausflugsziel geschaffen, das für Gäste und Einheimische in gleicher Weise eine Bereicherung des Freizeit- und Bildungsangebots für die ganze Familie mit sich bringt.
Gerne bieten wir Ihnen Führungen am Keltenberg an – hier klicken für weitere Informationen!
Ihren Besuch am Keltenberg können Sie mit einem Spaziergang rund um den Berg, durch das Festgelände und vorbei an der Keltischen Wallanlage bestens abrunden!